Zweite Highland Games auf der Bad Iburger Schlosswiese zugunsten des Projektes „Kijuba“

Highland Games 2012Ein rauer Wind wehte über der Schlosswiese von Bad Iburg. Heisere Schreie mischten sich in den aufpeitschenden Klang der Dudelsäcke, während der Schweiß auf vor Anstrengung verzerrte Gesichter trat: Mit kämpferischer Entschlossenheit stellten sich 23 Teams am Samstag den Herausforderungen der Highland Games.

Zum zweiten Mal brachten die urtümlichen Spiele das Flair des schottischen Hochlandes in den Kurort. Mit großem Engagement organisierten der Lions Club „Friedensreiter“ Osnabrück und die Gemeinde Bad Iburg das kultige Wettbewerbsvergnügen, das Teams aus weitem Umkreis auf den Platz lockte. Zahlreiche Sponsoren unterstützten das Event, dessen Erlös erneut „Kijuba“, dem Kinder- und Jugendlichen-Begleitangebot der Psychosozialen Krebsberatungsstelle Osnabrück, zugutekommt.

Für den guten Zweck schlüpfte auch der „Town Hall Clan“ um Bürgermeister Drago Jurak in den Schottenrock. „Komm jetzt! Da geht noch was! Hol richtig aus!“, feuerte der Clanleader beim Steinstoßen seine Mannen an. Wendigkeit und Koordination waren wenige Meter weiter beim Baumstamm-Slalom gefragt. Fässer und Strohsäcke verwandelten sich unter den Augen der vielen Besucher in urtümliche Sportgeräte. Ganze Felsbrocken wuchteten die Wettkämpfer beim Steintragen auf ihre Schultern.

„Just for fun“ stellten sich „Die gestiefelten Muskelkater“ nach eigenem Bekunden der sportlichen Herausforderung und verzichteten zuversichtlich auf ein Training. Bereits zum zweiten Mal trat der „Clan McMänne“ des Kegelvereins Glane im Schatten des Schlosses zum Wettkampf an. Ihr dreitägiges Trainingslager mit Ausdauersport verlegten sie eigens an den höchsten Punkt an der Nordsee. Schließlich weht in den Highlands ein anderer Wind als im flachen Land. Die gute Vorbereitung brachte „McMänne“ immerhin auf einen Platz im Mittelfeld.

Amerikanische Sportler wissen ihre Unterstützung längst zu schätzen. Nun sind die Cheerleader auch auf den Highlands angekommen: Den „Gym Daddy Power Clan“ des TV Bad Iburg trugen seine jungen Cheerleader beim abschließenden Tauziehen bis ins Finale. Der Gesamtsieg war ihnen beim Heimspiel auf der Schlosswiese damit nicht mehr zu nehmen. Auf den zweiten Platz erkämpften sich mit einem hauchdünnen Vorsprung vor der Kohlenhandlung Kottenstedte die „Livestyle Maller Team Bunnys“.

Doch nicht nur die Erwachsenen stellten sich dem urigen Wettstreit. Beim Sackhüpfen, Hufeisenwerfen oder Strohsack-Weitwurf zeigten schon die jüngsten Sportler, was in ihnen steckt. Eine ganze Reihe von Spiel- und Bastelideen hielt das „Kijuba“-Team für sie bereit.

Mit Dudelsack-Musik

Den Klang der Highlands brachten Karim McLeod und die „Pipes & Drums“ der Royal British Legion in Osnabrück ins Festzelt auf der Schlosswiese. Zur After-Games-Party, die sich erstmals direkt auf dem Platz an die Wettkämpfe anschloss, sorgte das Ensemble „Wunderblech“ für gute Laune.

Die „Hender’Sons“, die sich vom zehnten Platz im Vorjahr gleich auf Platz vier vorarbeiteten, blicken unterdessen schon auf die nächste Auflage: „Ohne die Highland Games würde etwas fehlen!“

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Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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